Sehr geehrtes Vereinsmitglied!
In unseren Breiten sind Bisse durch exotische Giftschlangen sowie Stiche durch Skorpione und Steinfische zwar eine Seltenheit im medizinischen Alltag, die Vergiftungsinformationszentrale wurde jedoch in der Vergangenheit mehrmals in Situationen beigezogen, in denen es zu Verletzungen durch in Gefangenschaft gehaltene gefährliche Exemplare gekommen war.
Erfahrungsgemäß gestaltet sich in derartigen Fällen der Einsatz optimaler Behandlungs-maßnahmen äußerst schwierig, wenn nicht unmöglich. Aufgrund mangelnder Erfahrung und fehlenden Fachwissens erhöht sich das Risiko für den Patienten oftmals erheblich. Obwohl aus medizinischer Sicht die Verabreichung eines Antivenins nur in bestimmten Einzelfällen angezeigt ist, kann eine solche unter Umständen tatsächlich lebensnotwendig sein. Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß im Notfall entsprechende Präparate in österreich kaum verfügbar sind. Das liegt daran, daß die Beschaffung spezifischer Antivenine mit erheblichem organisatorischem und finanziellem Aufwand verbunden ist. Zudem werden die Medikamente äußerst selten benötigt und besitzen eine beschränkte Lagerfähigkeit, was eine ständige Erneuerung des Lagerbestandes nötig macht.
Zur Lösung dieses Problems schlägt Dr. Hruby als Toxikologe und Mitglied des wissen-schaftlichen Beirats der HTVÖ vor, ein Depot von Antiveninen zur wirksamen und zeitgemäßen Behandlung von Vergiftungserscheinungen durch tierische Bisse und Stiche zum Schutze derjenigen Mitglieder der HTVÖ einzurichten, die eventuell nach einer Verletzung durch das von ihnen gehaltene Tier eine optimal wirksame Behandlung benötigen. Darüberhinaus sollte diese Einrichtung im Bedarfsfall auch Betroffenen außerhalb der Vereinigung zur Verfügung stehen können.
Dazu wäre jedoch die Kenntnis des Tierbestandes die wichtigste Voraussetzung zur Erstellung der erforderlichen Therapiekonzepte sowie zur Erfassung des Bedarfs an Arzneimitteln, insbesondere an Antiveninen. Der erste Schritt dient somit der Bestandserhebung, weshalb die Mitglieder ersucht werden, die Fragen auf dem beiliegenden Bogen zu beantworten. Danach sollen die weiteren organisatorischen Schritte festgelegt und die finanziellen Erfordernisse ermittelt werden, wonach letzlich die Kosten für die Vereinsmitglieder berechnet werden.
Es liegt im Interesse jedes Tierhalters, der in eine solche Unfallsituation geraten kann, sich an diesem Vorhaben zu beteiligen, um im Ernstfall mit zeitgemäßen Mitteln erfolgreich behandelt werden zu können. Unterstützen Sie daher bitte dieses Vorhaben.
Wissenschaftlicher Beirat Dr. K. Hruby
Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen und senden Sie diese per Formular an uns weiter.
Es steht Ihnen frei, ob sie Ihren Namen oder die Absenderadresse angeben möchten.
In diesem Fall ist garantiert, dass Ihre Angaben nicht weitergegeben werden.
Welche(s) Tier(e) ist/sind in Ihrer Obhut, durch dessen/deren Biss oder Stich es zu gesundheitlichen Folgen im Sinne einer Vergiftung kommen kann?
(Bitte geben Sie nach Möglichkeit den wissenschaftlichen Namen an.)
  
 
  
 Haben Sie irgendwelche medizinische Vorkehrungen in Form von Antiveninen o.ä. getroffen?
  
 Ja, welche?
 Nein 
   
  Ihr Name:
  Ihre Adresse:
   
  
Vielen Dank!